Wann gehen wir endlich segeln ?

oder Wannsee Kids 2004

von Katharina Guttenberg im KaR

 

Auch dieses Jahr sollte wieder vom 28. bis 29. August im Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) in Berlin der Bär steppen: 100 Kinder, die noch nie in ihrem Leben in einem Boot saßen, hatten die Möglichkeit, sich bei der Berliner Morgenpost für die von der hanseboot gesponserten Wannsee Kids-Aktion anzumelden, genutzt. Dies bedeutete, es musste einiges organisiert werden… 3 Teenys aus dem Klub am Rupenhorn und dem Yachtclub Müggelsee und Unmengen an Optis wurden mit Motorbooten in den VSaW geschleppt (dabei entstand die interessante Transport-Variante, zwei Teenys quer auf unserem kleinen roten Vereinsschlauchboot zu befördern, um Zeit zu sparen…der Einzige, der darunter leiden musste, war der Schiffsführer: zwischen zwei Teenys eingequetscht zu sein ist nicht wirklich erquickend!), Jugendliche aus sämtlichen Berliner Segelvereinen wurden organisiert, um Trainingsgruppen zu leiten (so kamen auch Johannes, Thilo und ich vom KaR zu der Ehre an dieser Aktion teilzunehmen), Schwimmwesten wurden angefordert und und und… Denn schließlich wollten die 100 Zwerge ihre ersten Erfahrungen und Berührungen mit dem Wannseewasser machen!

OptisAm Samstag morgen war es dann soweit, im Morgengrauen machte halb Berlin sich auf den Weg zum Wannsee. Die Segelwütigen wurden in Gruppen eingeteilt, übers Gelände geführt und durften uns Trainer Löcher in den Bauch fragen… Und schon ging es los! Es wurde im Opti und Teeny getreidelt und gepaddelt, gewriggt und geknotet, geklettert und ins Wasser gefallen, geplanscht und gesteuert, geschwommen und gepützt und letztendlich auch GESEGELT!!!

Die Ängstlichen wurden immer mutiger, die Übermütigen lernten, dass Teenys auch mal kentern können, die Zweifelnden lernten, das auch das Wasser im Wannsee nass ist, die Zaghaften trauten sich nach einer Weile dann auch mal doller in einem Boot zu schaukeln und die meisten fühlten sich schon nach zehn Minuten segeln wie ein echter Seebär! Wissen Landratten eigentlich, was sie verpassen???

Denn das war den Kindern schon von Anfang an klar: Segeln wollen sie und zwar möglichst bald!!! Schließlich stellte ein Zwerg schon nach fünf Minuten die Frage, die allen auf der Seele lag: „Wann gehen wir denn endlich segeln?“

In diesen zwei Tagen haben alle Kinder unglaublich viel erlebt, sie haben am Sonntag tapfer dem Regen und der Kälte getrotzt und waren nicht enttäuscht, als die groß angekündigte Abschlussregatta am Sonntag aufgrund des Regens und akuten Windmangels buchstäblich ins Wasser fiel. Stattdessen konnte jeder beim Segelquiz und Knotenwettbewerb mit Uli Schümann seine neu erlernten Kenntnisse anwenden und wer ganz viel Glück hatte, gewann sogar einen Preis!

Sonntag mittag wurden mit stolz geschwellter Brust die Urkunden und T-Shirts entgegen genommen und man machte sich auf den Heimweg, die meisten mit dem Vorsatz bald einmal wieder segeln zu gehen. Mal schauen, wie viele von ihnen begeisterte Segler werden!

Und nächstes Jahr heißt es wieder zur gleichen Zeit: „Rette sich, wer kann! 100 neue Seebären sind los!!!“

 

Katharina Guttenberg (KaR)

 

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